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Willkommen zur Abteilung für Restitutionsangelegenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG Wien)

Die IKG Wien widmet sich seit Mitte der 1990er Jahre, einhergehend mit den internationalen und österreichischen Entwicklungen im Bereich Aufarbeitung der NS-Zeit, intensiv den Fragen von Entschädigung und Restitution von in der NS-Zeit entzogenen Vermögenswerten.

Mit der Etablierung des Mauerbach-Fonds für bedürftige Überlebende des Holocaust im Jahre 1996 übernahm die IKG Wien – wie sie es auch unmittelbar nach 1945 schon getan hatte – wieder verstärkt die Interessenvertretung der österreichischen Überlebenden der Shoah und deren Nachkommen, unabhängig von ihrem aktuellen Wohnsitz. Im Rahmen des Mauerbach-Fonds konnten tausende Kontakte mit österreichischen Holocaust-Überlebenden weltweit geknüpft werden. Diese bildeten im Juni 1999 die Basis für die Entscheidung des Präsidenten der IKG Wien, Dr. Ariel Muzicant, eine eigene Anlaufstelle für Jüdische NS-Verfolgte in und aus Österreich und deren Nachkommen (Anlaufstelle) zu gründen. Ziel war es einerseits, den Opfern des NS-Regimes und ihren Nachkommen eine adäquate Beratung zukommen zu lassen. Andererseits ging es auch darum, Lücken in der österreichischen Entschädigungs- und Restitutionspraxis aufzuzeigen, um bis dahin ausgebliebene Rechte für die Shoah-Überlebenden und deren Nachkommen durchzusetzen bzw. eine Durchsetzung anzuregen. Dies ist unter anderem in den Bereichen Kunstrückgabe und Naturalrestitution sowie Sozialversicherung immer wieder gelungen.

Die Anlaufstelle wurde im Jänner 2009 in die nunmehrige Abteilung für Restitutionsangelegenheiten umgewandelt. Mit der damit verbundenen Schwerpunktverlagerung auf Kunst- und Liegenschaftsrestitution führt die IKG Wien ihre aktive Mitgestaltung in Restitutions- und Entschädigungsfragen, sowie die Vertretung der Interessen der österreichischen Shoah-Überlebenden und deren Nachkommen, weiter.